Jugendsprechstunde Dienstag von 17 bis 18 Uhr


Zielgruppe Schüler und Jugendliche ab 6 Jahren. Diese Sprechstunde bietet Schülern und Jugendlichen die Möglichkeit über ihre Probleme zu sprechen und Lösungen zu finden.

Herzlich Willkommen



Auf den folgenden Seiten  möchte ich Ihnen einen kurzen Überblick über mein Leistungsangebot im Bereich Kinder- und Jugendheilkunde geben.
Ich selbst habe 2 Kinder, Julia ist 13 Jahre alt und meine ältere Tochter Isabella ist 20 Jahre alt und daher verstehe ich die Sorgen und Probleme , die Kinder und Jugendliche haben.

Meine Fachausbildung habe ich im LKH Leoben absolviert und war als leitende Oberärztin in der Kinderambulanz Leoben tätig.

Ordinationszeiten:

Montag:         8 Uhr bis 11 Uhr
Dienstag:      13 Uhr bis 17 Uhr
Mittwoch:      8 Uhr bis 11 Uhr
Donnerstag:  10 Uhr bis 17 Uhr
Freitag:          8 Uhr bis 11 Uhr

Fieber


 Eine Information für Eltern

 

Fieber, bei Kindern ab 38,5°C , ist ein Abwehrmechanismus unseres Körpers gegen Infektionen. Es entsteht bei Infektionen durch eine Umstellung der Wärmeregulation und ermöglicht eine bessere Abwehr gegen Krankheitserreger. Fieber ist kein Feind, sondern ein Freund des Körpers; Fieber schädigt den Körper nicht. Je nach Allgemeinzustand des Kindes ist eine fiebersenkende Maßnahme(altersentsprechende Zäpfchen oder Saft) empfohlen.

Wenn sich das Kind normal verhält, sich schmerzfrei bewegt und Interesse an der Umgebung zeigt, hat es wahrscheinlich keine schwere Erkrankung, d.h. der Allgemeinzustand des Kindes ist ein wichtiger Hinweis auf die Schwere der Erkrankung. Wenn sich der Zustand des Kindes verschlechtert oder das Fieber länger als drei Tage andauert und trotz fiebersenkender Maßnahmen nicht ausreichend zurückgeht, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

In den ersten drei Lebensmonaten ist Fieber immer ernst zu nehmen und ärztliche Hilfe sofort in Anspruch zu nehmen. Glücklicherweise ist Fieber bei Kindern (nach der Neugeborenenperiode) meist nicht ernst und am häufigsten durch einen sog. „grippalen“ Infekt, eine Rachen-entzündung oder eine Mittelohrentzündung verursacht.

Die sogenannten Fieberkrämpfe betreffen nur 3 – 4 % der Kinder, dauern meist nur wenige Minuten und sind harmlos. Fieberkrämpfe verursachen keine bleibende Gehirnschädigung.

Selten sind ernste Infektionen Ursache für das Fieber. Dazu gehören Lungenentzündung und Hirnhautentzündung.
Die Hauptsymptome bei Lungenentzündung (Pneumonie) sind:

 

  • Das Fieber bleibt hoch.
  • Das Kind hustet.
  • Das Kind hat Atemnot.

Die Hauptsymptome bei Hirnhautentzündung (Meningitis) können sehr verschieden sein. Wichtiger als die Höhe der Körpertemperatur ist der Allgemeinzustand des Kindes:

 

  • Schaut das Kind mir in die Augen?
  • Kann das Kind den Kopf leicht von einer Seite zur anderen bewegen oder wirkt es so, als ob es Schmerzen habe, oder mag es den Kopf gar nicht bewegen?
  • Beobachtet das Kind, was rundherum vor sich geht?
  • Wenn das Fieber nach einigen Stunden zurückgeht, spielt das Kind wieder, lächelt es, oder schaut es schlechter aus?

Wenn das Kind keine zusätzlichen Symptome zum Fieber hat, wie z.B. Schmerzen oder Durchfall, handelt es sich um einen viralen Infekt.

 

Wenn das Kind sich normal verhält, sich schmerzfrei bewegt und Interesse an der Umgebung zeigt, hat es wahrscheinlich keine Hirnhautentzündung. Wenn das Kind leidend aussieht und wenig Interesse an seiner Umgebung erkennen lässt, sollte es sofort von einem Arzt untersucht werden. Glücklicherweise ist Hirnhaut-entzündung eine seltene Krankheit.

Mit diesem Wissen ist die Behandlung des Fiebers nicht so wichtig. Die üblichen Ratschläge, wie kalte Beinwickel o. ä., sind meist nicht sehr verlässlich wirksam; es besteht jedoch kein Einwand gegen die normale Körperreinigung in einem lauwarmen Bad oder durch Duschen. Medikamente gegen Fieber senken zwar meist das Fieber, wichtiger aber ist ihre Wirkung, dass man sich danach besser fühlt. Den meisten von uns geht es nämlich bei hohem Fieber schlecht. Wenn das Kind trotz hohen Fiebers spielt (z. B. bei Dreitagefieber), ist ein Fiebermittel nicht notwendig – und oft auch wirkungslos. Wenn es dem Kind nach dem Fiebermittel besser geht, wird die Gabe des Medikaments oft für alle 4 – 6 Stunden empfohlen (Dosisangaben des Herstellers in Bezug auf das Alter bzw. Gewicht des Kindes beachten!).

Wenn das Kind keine zusätzlichen Symptome zum Fieber hat – wie z. B. Halsschmerzen, Ohrenschmerzen, Durchfall – handelt es sich oft um einen sog. „grippalen“ Infekt, welcher durch zahllose Viren verursacht werden kann. Medikamente gegen Viren gibt es fast nicht (Ausnahme: Herpes - Mundfäule, Schafblattern). In den meisten Fällen viraler Erkrankungen ist Pflege, Flüssigkeitszufuhr und Geduld notwendig.

Die andere Gruppe der Krankheitserreger, die Bakterien, können mit Antibiotika behandelt werden. Antibiotika wirken nicht gegen Viren. Antibiotika haben keinen direkten Einfluss auf das Fieber. Nur bei erfolgreicher Behandlung einer bakteriellen Infektion kommt es indirekt zu schnellerer Fiebersenkung innerhalb von Tagen.

Fieber hilft dem Körper bei der Abwehr von Infektionen. Unsere Sorge gilt der Ursache des Fiebers, aber nicht seiner Höhe. Der Allgemein-zustand des Kindes ist ein wichtiger Hinweis auf die Schwere der Erkrankung. Wenn es dem Kind gut geht, kann man beobachten und warten. Wenn der Zustand des Kindes sich verschlechtert oder das Fieber länger als drei Tage dauert, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.